16.00-17.15   Stephan May: "Über die Fusionen einer wandelbaren Spezies und vom Zusammenhalt unter Cyborgs. Kollektivkörper im Star-Trek-Universum"  
  Kollektivität ist eines der zentralen Themen im Star-Trek-Universum, wo die Protagonisten der sogenannten Föderation mit immer wieder anderen Species und Gesellschaftsformationen in Kontakt treten. Schon die Weltraumcrews der Föderation stellen mit ihrer Mischung aus familiären und militärischen Strukturen eine interessante Gemeinschaftsform da. Die absoluten Feinde der Föderation in den beiden neuesten Fernsehserien aus dem Star-Trek-Universum sind explizite Kollektivkörper. In "Star Trek: Voyager" sehen sich die Föderationsprotagonisten mit den Borg konfrontiert, einer Gemeinschaft von Cyborgs, die über ein Netzwerk zu einem Kollektivbewußtsein miteinander verbunden sind. In "Star Trek: Deep Space Nine" befindet sich die Föderation im Krieg mit den Gründern. Die Gründer sind Formwandler. Mit ihrer flüssigen Körpermasse können sie jede beliebige Form annehmen. Auch ist es ihnen möglich, miteinander zu einer Art Körpersee zu fusionieren. Neben diesen drei Kollektiven beschäftigt sich der Vortrag mit einem vierten: der (virtuellen) Gemeinschaft der Star-Trek-Fans.

Stephan May, Studium der Theater-, Film und Fernsehwissenschaft, Kunstgeschichte, Erziehungswissenschaft am der Freien Universität Berlin. Zur Zeit Dissertationsprojekt zum Boxen im amerikanischen Spielfilm (im Rahmen des Graduiertenkollegs Körper-Inszenierungen der FU Berlin) Publikationen: Rainer Werner Fassbinders LILI MARLEEN und Gilles Deleuze' Theorie der kinematographischen Zeit, Alfeld 2000; "Body and Soul": Wie ein Mann sich im klassischen Boxfilm macht, in: Berliner Debatte INITIAL 12 (2001) 1, 122-133.




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