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17.45-18.30 |
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Cornelia Zumbusch: "Walter Benjamin:'...Im Innern des Kollektivums...'
das kollektiv Unbewußte, die Masse, der Flaneur"
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Benjamin entwickelt im Passagen-Werk eine Physiognomik des "kollektiven
Unbewußten", ohne allerdings - wie die antike und neuzeitliche
Staatsmetaphorik von Livius zum Leviathan - ein Bild des lebendigen und
organischen kollektiven Körpers zu konstruieren. Zwei Strategien treten an
dessen Stelle: die Stadt als abgestorbene Schale und negative Hohlform der
selbst gesichtlosen Masse folgt der Logik der Spur und der Absenz, gegen
die Benjamin mit dem Flanieren als einem Eindringen in diesen kollektiven
Leib eine Technik der Verlebendigung und Vergegenwärtigung aufbietet.
Cornelia Zumbusch, M.A., Studium der Neuen Deutschen Literatur, Vor- und Frühgeschichte,
Philosophie und Kunstgeschichte in Tübingen und Berlin (FU), derzeit Doktorandin am
Graduiertenkolleg "Körper-Inszenierungen", sie arbeitet dort an einem Projekt zu
"Aby Warburgs Mnemosyne-Atlas und Walter Benjamins Passagen-Werk". Arbeitsgebiete:
Literaturtheorie, Ästhetik, Literatur des 18. Jahrhunderts und der Romantik. Publikation: "Nacktheit. Ästhetische Inszenierungen in historisch kulturvergleichender Perspektive"; Rezension der Tagung,
erscheint in: Zeitschrift für Germanistik, Oktober 2001.
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